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EU steht vor Herausforderungen bei der Erreichung der Produktions ziele für Halbleiter bis 2030; Push for Chips Act 2.0

Freitag, 9. Mai 2025 — Europa
Neue Berichte zeigen, dass europäische Gesetzgeber und Branchenverbände für einen „Chips Act 2.0“ werben, der die Entwicklung der Halbleiterindustrie in der Region weiter stärken soll. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der Sorge, dass die ursprünglichen Ziele der offiziellen EU-Chip-Strategie von 2022 möglicherweise nicht erreicht werden können, was erhebliche Reformen und Verbesserungen erforderlich macht.
Laut den neuesten Einschätzungen scheint das Ziel der EU, bis 2030 20 % der globalen Chipproduktion zu erreichen, zunehmend unerreichbar. Der im Jahr 2022 verabschiedete und seit 2023 geltende EU Chips Act hatte ehrgeizig angestrebt, den Anteil der EU am globalen Halbleitermarkt bis Ende dieses Jahrzehnts von 10 % auf 20 % zu steigern, einschließlich der Inlandsproduktion fortschrittlicher Chips mit 2 Nanometern und kleiner. Um diese Ziele zu erreichen, sah der Akt die Mobilisierung von 43 Milliarden Euro an öffentlichen und privaten Investitionen vor, wovon 33 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt stammen sollten; der Rest sollte von den Mitgliedstaaten und dem Privatsector beigesteuert werden.
Trotz dieser Initiativen, die bereits große Halbleiterfertigungsprojekte wie Intels Investition von 33 Milliarden Euro in zwei neue Wafer-Fabriken sowie ein Joint Venture zwischen TSMC und Bosch, das sich auf reife 28-nm-Technologie konzentriert, angezogen haben, bestehen weiterhin Herausforderungen. Dazu gehören Finanzierungsengpässe, technologische Lücken, eine starke Abhängigkeit von importierten Rohstoffen und hohe Energiekosten. Infolgedessen wurden einige Projekte verzögert oder sogar gestrichen.
Zusätzlich zu diesen Bedenken hat der Europäische Rechnungshof (ECA) prognostiziert, dass die EU bei der aktuellen Geschwindigkeit bis 2030 nur 11,7 % des globalen Halbleitermarktes erreichen könnte. Als Reaktion darauf laufen Diskussionen über den Chips Act 2.0, wobei Vorschläge eine Notwendigkeit von 20 Milliarden Euro an Zuschüssen entlang der gesamten Halbleiterlieferkette sowie strategische Anpassungen zur Unterstützung von Innovationen in den Bereichen Hochleistungsrechnen, KI und Quantentechnologien nahelegen.
Branchenexperten plädieren für eine erneuerte Halbleiterstrategie mit klaren, erreichbaren und zeitgebundenen Zielen, die durch angemessene Finanzierungsmaßnahmen und erforderlichenfalls regulatorische Anpassungen unterstützt werden. Dabei wird auch betont, Europas Stärken wie ASMLs Führungsrolle in der EUV-Lithografie und Zeiss’ Fortschritte in optischen Systemen zu nutzen, um seine Position in der globalen Halbleiterlandschaft zu stärken.
Ferner wird der Trend zu kooperativen Anstrengungen innerhalb der EU deutlicher, wobei neun Länder die „Semicon Coalition“ gegründet haben, um die Selbstversorgung in der Chipproduktion zu erhöhen und ihre globale Stellung zu festigen. Diese Koalition konzentriert sich auf die Förderung der technologischen Souveränität, die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Lieferkette und die Förderung der Innovationswettbewerbsfähigkeit.
Trotz der Hürden zielt Europa darauf ab, durch gesetzliche Verbesserungen, innovative Ansätze und verstärkte Zusammenarbeit ein widerstandsfähiges Ökosystem aufzubauen, das das nachhaltige Wachstum seiner Halbleiterindustrie unterstützt.
Es ist wichtig anzumerken, dass die in diesem Nachrichtenartikel dargelegten Perspektiven nur als Referenz dienen und persönliche Meinungen widerspiegeln.